Auch um den Musikschülern Platz zu geben, wurde in St. Josef in einen Musikheimumbau investiert. Die Eröffnung feierte man selbsterklärend mit Pauken und Trompeten und mit einem Fest des Dankes.
Musik verbindet Generationen – unter diesem Gesichtspunkt ist die vom Verein der „1. Steirischen Blasmusikschule mit Öffentlichkeitsrecht“ mit Inhaber Thomas Weinzerl geführte Musikschule in St. Josef seit jeher im Musikheim des örtlichen Musikvereins untergebracht.
„Getragen von bester Nachwuchsarbeit kam es allein in den letzten drei Jahren zu einer Verdoppelung der Musikschülerzahl. Rund 120 junge Menschen erlernen derzeit bei uns ein Instrument. Dieser Zulauf brachte unser Musikheim räumlich an seine Grenzen“, skizzierte Simon Treichler, Obm. des Musikvereins St. Josef die Gründe, die zu den baulichen Maßnahmen führten.
Von Bgm. Alois Gangl und dem gesamten Gemeinderat unterstützt, gelang es in einer Rekordbauzeit von nur zwei Monaten in St. Josef baulich Zweckmäßiges entstehen zu lassen. Durch viel Eigenleistung der Vereinsmitglieder konnten zudem die Investitionskosten von 220.000 Euro – 158.000 wurden durch die BZ-Mittel bedeckt – überschaubar gehalten werden.
Großartiges Miteinander
„Ich danke jedem einzelnen Helfer für seinen Einsatz. Über 700 Stunden investierten die Mitglieder des Musikvereins in dieses Bauvorhaben.
Erfreulich ist, dass es gelang, mit den zu vergebenden Arbeiten Unternehmen aus der Region zu beauftragen. Mit seiner umsichtigen Bauaufsicht sorgte Leonhard Maierhofer, der bereits beim ersten Umbau federführend war, für ein stets gutes Miteinander auf der Baustelle, dass die Einhaltung des straffen Zeitplans tatsächlich möglich machte“, blickt Gangl auf eine kurze, aber intensive Bauphase zurück. Bedingt durch die zeitliche Punktlandung konnte die Musikschule planmäßig im Herbst mit dem Betrieb in den neuen Räumlichkeiten starten.
Raum- und Klanggefühl
Neben drei neuen Unterrichtsräumen und einem neuen Eingangsbereich ermöglicht nun die Verbesserung der Akustik im Probensaal mehr Qualität für Unterricht, Proben und Konzerte.
Nachdem über die Spätherbstmonate noch einige Feinschliffe erledigt wurden, konnte man vor wenigen Tagen zur offiziellen Eröffnung laden. Unter den Gästen konnte man neben dem stellvertretenden Obmann des Steirischen Blasmusikverbandes, Richard Schmid, auch den Bezirksjugendreferenten Mathias Koch in St. Josef willkommen heißen. In Vertretung von LH-Stv. Manuela Khom war LAbg. Werner Amon anwesend und den göttlichen Segen für die neuen Räumlichkeiten und für alle, die diese mit Musik fluten, spendete Pfarrer Mag. István Holló.
Genutzt wurde der feierliche Rahmen aber nicht nur, um auf den Wert eines lebendigen Vereinslebens zu verweisen. Genutzt wurde die Zusammenkunft auch, um Ehrungen zu vergeben.
Ehrennadeln & Ehrenbürgerschaft
Neben den Ehrennadeln in Silber an Gerhard Steifer, Hans Gaube und Johann Weiss wurde einmal die Ehrennadel in Gold an Leonhard Maierhofer vergeben.
Eine besondere Ehre wurde Franz Lindschinger, Bgm. a. D.,
zuteil. Nach einem einstimmigen Gemeinderatsbeschluss wurde er zum Ehrenbürger der Gemeinde St. Josef ernannt.
Gangl dankte seinem Vorgänger für das wohl bestellte Haus, das er von ihm übernehmen konnte und wünschte Musikern und Schülern viel Freude mit den neu geschaffenen und adaptierten Räumlichkeiten. •