Die Regionalzeitung der Süd-Weststeiermark - Auflage: 43.000 Stück

Ein Stück Eibiswalder Geschichte bekommt eine neue Zukunft: Entstehen sollen neun geförderte Wohnungen und ein kleines Gasthaus.

 

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Die Firma WohnWert hat es sich zur Aufgabe gemacht, alte Objekte in Eibiswald zu erwerben, zu sanieren und daraus neuen Wohnraum zu schaffen. Daher ist es nicht verwunderlich, dass die vier Geschäftsführer Florian Arnfelser, Alfred Jauk, Horst Senekowitsch und Kurt Schimpl jüngst mehr als 1,8 Millionen Euro in ihr zweites Projekt investierten und zum Spatenstich am Kirchplatz luden. Dort wird in den nächsten Monaten eines der ältesten noch erhaltenen Bürgerhäuser des Marktes Eibiswald umfassend saniert. Entstehen sollen neun geförderte Wohnungen, die bereits im April 2027 fertiggestellt und übergeben werden sollen.

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Neun schöne Wohnungen entstehen in der ehemaligen Weinpresse. Im vorderen Teil wird ein kleines Gasthaus eröffnet.

Alte Häuser mit neuer Geschichte
Das Projekt am Kirchplatz ist nach dem umfassenden Umbau des ehemaligen Götz-Hauses, dessen Wurzeln ebenfalls bis ins 17. Jahrhundert zurückreichen, bereits das zweite Vorhaben des Unternehmens.
„Vor zwei Jahren haben wir unser erstes Projekt am Hauptplatz in Eibiswald umgesetzt“, berichtete Florian Arnfelser bei der Spatenstichfeier.
Im Jänner diesen Jahres fiel dann die Entscheidung, das historische Bürgerhaus am Kirchplatz zu erwerben. Ganz unumstritten war der Kauf zunächst allerdings nicht.

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Ein kleines Gästehaus für Urlauber entsteht im ehemaligen Kellerstöckl.

Während man anfangs noch unterschiedlicher Meinung über das Potenzial des Gebäudes war, sah Alfred Jauk bereits früh die Möglichkeiten, die in dem verwachsenen und auf den ersten Blick wenig einladenden Areal steckten. Heute zeigt sich bereits, wie viel aus dem Standort herauszuholen ist. „Alles war verwachsen. Jetzt sieht man aber schon, dass es ein schöner Platz ist“, so Arnfelser.

Neun geförderte Wohnungen im Grünen
Im Mittelpunkt des Projekts stehen neun geförderte Wohnungen, die mit der Unterstützung des Landes Steiermark umfassend saniert werden und neuen Wohnraum mitten im Ortszentrum schaffen.
Aber nicht nur gewohnt werden soll künftig am Kirchplatz: Im vorderen Teil des Gebäudes wird ein kleines Café beziehungsweise Restaurant bestehen bleiben. So wird auch die historische Nutzung als gastronomischer Treffpunkt zumindest in kleiner Form weitergeführt. Das ehemalige Kellerstöckl wird darüberhinaus zu einem kleinen Gästehaus für Urlauber umgebaut.

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Ein Haus mit fast 370 Jahren Geschichte
Das alte Bürgerhaus, das nun revitalisiert werden soll, blickt auf eine bewegte Vergangenheit zurück. Erstmals grundbücherlich erwähnt wurde es 1657, als Georg und Agnes Lippitsch das Haus kauften. Der damalige Schätzwert lag bei 230 Florin.
In weiterer Folge diente das barrocke Bürgerhaus der weitverzweigten Weberfamilie Stary als Weberei.

1850 eröffnete Joseph Kieslinger hier ein Verkaufsgewölbe. Bald war das Gebäude unter den Namen „Beim Marketender“ beziehungsweise „Altkieslinger“ bekannt. 1877 ging das Haus an Egidius und Theresia Moser über – seit dieser Zeit wurde es als Gasthaus geführt und trug den Namen „Moserwirt“.

1897 erwarben Rudolf und Theresia Partl das Gebäude. Im August 1927 ging das Eigentum an August und Johanna Fürpaß über.

1980 übernahm schließlich Anna Wolf, geborene Fürpaß, das Haus samt Gastgewerbe. Vielen Eibiswaldern ist es bis heute als Gasthaus „Zur singenden Wirtin“ beziehungsweise als „Weinpresse“ in Erinnerung.
Nun steht das historische Gebäude erneut vor einem wichtigen Wendepunkt.

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Spatenstich am Kirchplatz: Neues Leben für ein Stück Eibiswalder Geschichte

In geselliger Runde feierte man den Startschuss für die Bauarbeiten und warf einen Blick auf die Zukunft eines geschichtsträchtigen Gebäudes.

Der Spatenstich am Kirchplatz war mehr als der Start eines Bauvorhabens: Er war der Auftakt für ein neues Kapitel in der langen Geschichte eines alten Eibiswalder Hauses.

„Wir wollen diesem Gebäude neuen Flair verleihen“, erklärten Florian Arnfelser und Alfred Jauk bei der Spatenstichfeier und brachten so die Philosphie des Unternehmens auf den Punkt.
Denn die Geschichte des Hauses soll nicht verschwinden, sondern mit zeitgemäßer Nutzung verbunden werden. „Wir kaufen alte Objekte in Eibiswald, renovieren sie und schaffen somit neuen Wohnraum.“ Ein Vorteil ist, dass dadurch weitestgehend auf weitere Bodenversiegelung verzichtet werden kann.

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Dank an Gemeinde und ausführende Firmen
Die Bauherren nutzten den feierlichen Rahmen, um sich bei allen Beteiligten zu bedanken. Ein besonderer Dank galt dabei der Marktgemeinde Eibiswald, dem Bauamt und Amtsleiter sowie der Baubezirksleitung Leibnitz.

Auch die beteiligten Firmen wurden ausdrücklich vor den Vorhang geholt. Besonders hervorgehoben wurde die Firma Zengerer, die das Projekt rasch geplant und die Ausschreibung in kurzer Zeit umgesetzt habe. Ebenso dankten die Bauherren den Firmenvertretern für ihren engagierten Einsatz.

Ebenfalls bedankt hat man sich bei der Raiffeisenbank Gleinstätten-Leutschach-Wildon mit Vorstandsdirektor Sepp Muchitsch und Mag. Peter Resch, denn ein Bauprojekt dieser Größenordnung braucht neben guten Ideen und engagierten Partnern eine solide finanzielle Basis. „Man kann so ein Projekt nur machen, wenn es mit der Finanzierung klappt“, betonten die Bauherren.

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Fertigstellung im April 2027
Bereits im April 2027 sollen die neun Wohnungen übergeben und die Gesamtfertigstellung gefeiert werden.
Damit wird aus einem traditionsreichen Gebäude wieder ein lebendiger Teil des Eibiswalder Ortszentrums – diesmal als Wohn- und Begegnungsort für eine neue Generation. •

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Diese Unternehmen sind u. a. an der Sanierung dieses geschichtsträchtigen Gebäudes beteiligt:

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