Mit dem Schulgebäudetausch von Volksschule und Mittelschule 2 ist in Deutschlandsberg nun zusammen, was zusammengehört. Notwendige räumliche Anpassungen und Sanierungen konnten über die Ferienzeit zum Abschluss gebracht werden.
Spannend verlief der Schulstart in der Volks- und Mittelschule Deutschlandsberg. Denn über die Ferienzeit wurde für Pädagogen und Schüler Großartiges geschaffen.
In der Schulgasse gelegen war die Volksschule bis dato mittig zwischen den beiden Mittelschulgebäuden untergebracht. Mit der Zusammenlegung der beiden Mittelschulen wurde diese räumliche Trennung zunehmend zur organisatorischen Herausforderung für das Lehrerteam.

Doch damit ist nun Schluss. Denn im Rahmen des Bildungsentwicklungskonzepts Deutschlandsberg wurde über die Ferienzeit ein Schultausch vollzogen und die Mittelschule – mit einem verbindenden neu geschaffenen Eingang – unter ein Dach gebracht.
Hand in Hand mit diesem Abtausch, gingen neben räumlichen Adaptierungen auch nötige Sanierungsmaßnahmen. „Vom Start weg waren wir eng mit eingebunden und konnten unsere Wünsche äußern“, zeigen sich die beiden Direktorinnen Christiane Sever-Wilfinger (VS) und Beatrix Janits (MS) von der Umsetzung begeistert und danken der Stadtgemeinde, diesen Schritt gesetzt zu haben. „Für uns ergibt sich damit eine völlig neue Arbeitsqualität, die sich vor allem auch positiv auf das Lernumfeld der Schüler auswirkt“, sind sich die beiden einig.

Großzügige Klassenräume mit Rückzugsmöglichkeiten und ein neu geschaffener Außenbereich – mit Sport- und Spielfläche – begeistern die Deutschlandsberger Volksschulkinder.

Sinnvoll in die Zukunft investiert
In enger Kooperation mit der Bildungsdirektion Steiermark ließ die Stadtgemeinde, unter Einbindung eingesprengelter Gemeinden, rund 2 Millionen Euro in die Trennung und Modernisierung der beiden Bildungseinrichtungen fließen. Entstanden sind barrierefreie Schulgebäude, die sich in puncto Brandschutz am neuesten Stand befinden und Kindern viel ansprechenden Platz zum Lernen bieten.
Eine fast neue Volksschule
Große Klassenräume, offene Lernzonen, ein – vor allem für die Kleinsten – übersichtliches Farbsystem und ein neuer Spiel- und Sportplatz sorgen seit diesem Montag bei den Volksschülern für strahlende Augen. „Unserem Schulmotto ,lernen-lachen-leben‘ wird nun auch räumlich vollauf Rechnung getragen“, freut sich Sever-Wilfinger.
Mit den Schwerpunkten Sport und Gesundheit, Englisch, Kunst & Kreativität sowie Natur und Technik – präsentiert sich die Deutschlandsberger Volksschule als Schule der Vielfalt, die individuelle Begabungen fördert und Raum für persönliche Entwicklung lässt. Dank der GTS sind Kinder hier auch am Nachmittag gut betreut.

Die „neue“ Mittelschule: Die beiden Gebäude wurden mit einem neuen Haupteingang verbunden und stellen nun eine Einheit dar.
Viel Platz für Weiterentwicklung
Weitergesponnen wird dieses Konzept der Vielfalt an der Mittelschule. Wo man mit den Schwerpunkten Robotik, Erste Hilfe, Kunst, Forschen, Sport, Content Creation und Ökologie allen Ansprüchen einer MINT-Schule, aber vor allem den unterschiedlichsten Interessen der Schüler gerecht wird. In besonderer Weise gefördert wird an der MS Deutschlandsberg, in enger Kooperation mit dem örtlichen Theaterzentrum, auch das Theaterspiel, wofür ein eigener Schauspielraum zur Verfügung steht. Doch damit nicht genug, so will man sich künftig auch dem Schwerpunkt Wirtschaftsbildung verstärkt widmen.
Einen besonderen Vorteil brachte der Schultausch für Direktorin Janits, die nach Jahren des Hin und Her zwischen den Gebäuden nun ein zentrales Büro bekam und auch das Lehrerteam findet nun geschlossen in einem Konferenzraum Platz.
Berücksichtigung fand auch ihr Wunsch nach einer großzügigen Bibliothek, mit Anschluss an den großzügigen Gartenbereich.

In der ehemaligen Mittelschule 2 konnte nun die Volksschule untergebracht werden. Großzügige Räumlichkeiten lassen hier viel Spielraum für persönliche Entwicklung.
Starke Umsetzungspartner
Geplant vom Büro planconsort ztgmbh, trugen für die reibungslose bauliche Umsetzung starke Baupartner aus der Region Sorge.
„Ihrer hervorragenden und termingerechten Arbeit ist es zu verdanken, dass die Schaffung von attraktiven Lern- und Lebensräumen für unsere Schüler innerhalb kürzester Zeit gelang“, betont Bgm. Josef Wallner abschließend. •

Der Schulgebäudetausch ist ein Projekt, das nur Gewinner kennt. Räumlich getrennt, können beide Schulen nun völlig autonom geführt werden. Jede Schule für sich hat alles, was sie braucht, unter einem Dach. Diese Investition ist eine Investition in unsere Kinder, aber auch eine Würdigung der guten Arbeit, welche die Pädagogen leisten.
Von Anfang an war es für mich eine Selbstverständlichkeit, Lehrkräfte eng in die Planung mit einzubinden. Denn sie wissen, was Schüler brauchen und welche räumlichen Voraussetzungen es für ein gutes Lehren zu schaffen gilt.
Ihre Anregungen waren wegweisend für die Planungsarbeit, die von der planconsort ztgmbh architekten + ingenieure erstklassig umgesetzt wurde.
Ein besonderer Dank gilt Josef Heinzl von der Stadtgemeinde, Schulwart Erwin Petz samt Team sowie GR Alfred Klug, die die Ausschreibungs- und Bauphase mit viel persönlichem Einsatz und Engagement begleiteten.
Der Schultausch ist vollzogen und der Unterricht kann ungestört stattfinden. Kleine Verbesserungen werden in den Herbst- und Semesterferien noch getätigt werden. Ich wünsche allen Pädagogen und Schülern viel Freude mit dem neuen räumlichen Angebot und einen guten Start in das Schuljahr 2026/27. •
Diese Unternehmen waren an den baulichen Arbeiten erfolgreich beteiligt:


