Die Regionalzeitung der Süd-Weststeiermark - Auflage: 43.500 Stück

Nächste Ausgabe: 9. Februar 2023

Frontansicht des generalsanierten Unternehmens, das bereits im kommenden Jahr energieautark sein wird.

Ob als Landwirt, als Gartengerätebesitzer, zur KFZ-Reinigung oder zum Tanken – Hochkofler in Jagernigg ist erste Anlaufstelle. Innerhalb von acht Monaten wurde der Standort unter der Regie von GF Hermann Hochkofler generalsaniert. Für Kunden, Lieferanten und Mitarbeiter eröffnet sich dadurch eine völlig neue Arbeits- und Servicewelt.

Will man vom Unternehmen Hochkofler in Jagernigg berichten, muss man kräftig am Rad der Zeit drehen, um zu den Anfängen zu gelangen. Es war im Jahr 1904, als Hermann Hochkoflers Großvater Andreas mit seiner Schlosserei und Schmiede in Töplitz bei Villach begann, sich mit Landmaschinen zu beschäftigen. Die Begeisterung für landwirtschaftliche Geräte bekam Hermanns Vater so schon in die Wiege gelegt, der 1957, am Standort des jetzigen Gartencenters, mit dem Vertrieb von landwirtschaftlichen Geräten und Traktoren den Schritt in die Selbstständigkeit setzte. Für die Reparaturwerkstätte holte er 1958 seinen Bruder Georg aus Töplitz.

Jahrzehnt des Wachstums

Von Wachstum geprägt, folgte 1965 der Bau des jetzigen Standortes und als Hermann Hochkofler jun. 1990 schließlich die Geschäftsführung des damals zehnköpfigen Unternehmens übernahm, tat er dies wie sein Vater mit Fleiß, Kundenorientiertheit und Mut zum unternehmerischen Risiko. Mit der Eröffnung von Filialen in Leibnitz und Unterpremstätten sowie mit Erweiterungsschritten in Jagernigg stockte man Kundenstamm und Mitarbeiter Jahr für Jahr auf. Und wenn Hermann Hochkofler heute auf ein 50-köpfiges Team blickt, das getragen vom Grundsatz „Service ist unsere Leidenschaft“ Kundenzufriedenheit als oberstes Ziel sieht, tut er das zu Recht mit Stolz.

Tolle Arbeitsplätze für die besten Mitarbeiter

Eben dieses Team ist es, das ihm Ansporn für die jüngste räumliche Erweiterung und energetische Generalsanierung in Jagernigg war. Denn vom ersten Planungsstrich an stellte er die Schaffung von Arbeitsplätzen, an denen sich Mitarbeiter wohl fühlen und ihnen Arbeitsschritte gut organisiert leicht von der Hand gehen, ins Zentrum der Erweiterung. „Dazu plante mein Team vom Start weg mit – alle waren engagiert, Wünsche und Anregungen mit umzusetzen. Denn klar ist, nur wenn sich die Mitarbeiter im Betrieb wohl fühlen, fühlen sich auch Kunden mit ihren Anliegen bestens aufgehoben“, ist sich die Familie Hochkofler bewusst, dass der Erfolg ihres Unternehmens auf ­vielen Schultern ruht. Mit der Werkstättenerweiterung um 450 qm ließ man vor diesem Hintergrund sechs moderne Serviceplätze, auf denen die Facharbeiter dank einer Bodenheizung keine kalten Füße mehr bekommen, entstehen. Die bestehende Servicewerkstatt wird nun als reine Reparaturwerkstatt mit großem Hallenkran genutzt.
Der Verkaufsraum wurde nach oben geöffnet, sodass vier neue helle und freundliche Büroräume bestens Platz fanden. Das Ersatzteillager wurde aufgestockt und mit der Schaffung neuer Sozialräume – inklusive Balkon mit Aussicht – sowie einem großen Besprechungsraum wurde man dem betrieblichen Wohlfühlfaktor vollauf gerecht.
Neben den gewonnenen Innenflächen wurde auch die Werkstattzufahrtsstraße samt dem daneben liegenden überdachten Anlieferungsplatz auf knapp fünf Meter verbreitert, sodass der Verkaufsbereich von Warenanlieferungen ungestört bleibt. Mitgetragen wurden all diese Maßnahmen, die einen besseren Arbeitsablauf und eine maximierte Ordnung bedingen, auch von Hermann Hochkoflers Kindern Hanns-Georg (seit 2011 Vertrieb und Service) und Antonia (Verwaltung und Marketing), die das Traditionsunternehmen in die nächste Generation führen werden.

Wertschöpfung für die Region

Als Wirtschaftsmotor in und für die Region war es der Betriebsführung ein Anliegen, die sich aus dem Umbau ergebende Wertschöpfung bei regionalen Betrieben zu belassen. „Beim Bau vertrauten wir ausschließlich auf das Know-how von regionalen Professionisten. Von der Baufirma bis zum Maler – sie alle haben ihren Firmensitz in der Südweststeiermark“, stellt Hochkofler der Leistung der bauausführenden Firmen ein gutes Zeugnis aus.
Wesentlich zum Gelingen trug Pichler Bau bei. „Gemeinsam mit allen Mitarbeitern konnte in konstruktiver Zusammenarbeit die Aufrechterhaltung des laufenden Betriebes während der Durchführung der Sanierungs- und Umbauarbeiten gewährleistet werden. Die umfangreichen und spezifischen Anforderungen konnten durch die ausgezeichnete Kooperation mit den einzelnen Professionisten zur vollsten Zufriedenheit des Auftraggebers umgesetzt werden“, blickt BM Bruno Pichler auf herausfordernde Monate zurück.

Pioniergeist mit Nachhaltigkeit

Das Unternehmen Hochkofler, das seit Jahrzehnten starker Motorisierungspartner von Landwirten und Gartenbesitzern samt Fachwerkstätten ist, trug mit dieser umfassenden Generalsanierung dem Pioniergeist – der sich wie ein roter Faden durch die Firmengeschichte zieht – weiter Rechnung.
1960 war es die erste Waschanlage, 1990 die erste Hochdruckvorwäsche und Abwasserrecyclinganlage, 1992 der erste Tankautomat und seit Kurzem ist es neben der ersten Softtex-Waschanlage die schonende Lanzenwäsche mit Bürste – dafür ohne Pulver –, die das Unternehmen ­Hochkofler zum Vorreiter machen. Mit dem Umbau wurde nun der gelebten Nachhaltigkeit Bedeutung gegeben.
Durch die energetischen Sanierungs-Maßnahmen werden 65 % Wärme- und Kühlenergie sowie durch mehr Fensterflächen und LED-Beleuchtungen 50 % weniger Strom verbraucht.
Eine Photovoltaikanlage mit 30 kWp leistet bereits beste Dienste und mit dem sich gerade in Bau befindlichen Kraft-Wärme-Kopplung-Heizwerk mit Hackgutvergaser wird man es nach Fertigstellung im Jahr 2023 schaffen, völlig energieautark zu sein.
„Das dafür benötigte Hackgut stammt natürlich aus den Wäldern der Region – womit sich der Kreis hin zu unseren landwirtschaftlichen Kunden schließt“, führt Hermann Hochkofler abschließend ins Treffen.
www.hochkofler.at